Felix-Nussbaum-Schule

Schülerinnen und Schüler der Felix-Nussbau-Schule dokumentieren ihre Projektwoche: 

Osnabrück. Die 8. und 9. Klassen der Felix-Nussbaum-Schule waren mit Begeisterung bei der Sache: Unter dem Projektnamen „Geometria“ ließen die Schüler eine Woche lang ihrer Kreativität freien Lauf. Angeleitet von zehn Osnabrücker Künstlern, schufen sie Kunstwerke im Sinne konstruktivistischer Gestaltungstechnik. Gestern wurden sie in der Schulaula präsentiert. „Das ist einfach nur Kunst“, sagt der 14-jährige Saman selbstbewusst und zeigt auf eine Art Regal, in der Objekte aus Plastik und Draht zu sehen sind. Dass diese ein bisschen so aussehen könnten wie die Arbeiten des russischen Avantgarde-Künstlers Wladimir Tatlin , ist ihm egal.

Natürlich hatten die Werkstattleiterinnen Monika Witte und Birgit Kannengießer ihre Schüler über konkrete Kunst , über die Prinzipien des Konstruktivismus , über die Bedeutung von geometrischen Formen in der gegenstandslosen Kunst informiert. Aber Saman und Arnas, die jetzt an dem Workshop „Konterreliefs nach Tatlin“ teilnehmen, ist wichtiger, dass ihre künstlerische Arbeit „richtig Spaß“ gemacht hat. Das bestätigen auch die Schüler, die im Außenbereich der Schule bei strömendem Regen eine Skulptur aus Abfallholz zimmerten. Sie sägten und hämmerten mit den Werkstattleitern Robert Stieve und Frank Gillich an einer auf drei Pfosten basierenden, in sich drehenden Skulptur. „Erst konnte ich mit dem Projekt nicht viel anfangen, doch dann wurde das immer interessanter. Einfach super“, sagt der 15-jährige Eric.

„Das Vermittlungsprogramm „Geometria“ ist der Auftakt zu einem Ausstellungsprojekt, das 2015 unter dem Titel „Konkret mehr Raum“ in der Kunsthalle Osnabrück gezeigt wird“, erklärt Christel Schulte vom Kunsthallen-Team. Zusammen mit Projektleiterin Elisabeth Lumme und Schulleiter Karl Wurdel freut sie sich darüber, dass neben dem niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur auch die VGH-Stiftung sowie die Klosterkammer Hannover und die Möwe gGmbH als Förderer gewonnen werden konnten.

Kostüme der Papierwerkstatt von Hiltrud Schäfer

Kostüme der Papierwerkstatt von Hiltrud Schäfer

Fotografie mit Angela von Brill, Objekte und Mobiles mit Eva Preckwinkel, Siebdruck mit Klaus Kijak, Sitzmöbel bauen mit Werner Kavermann und Elisabeth Lumme: Insgesamt sieben Werkstätten boten den Schülern aktive Auseinandersetzung mit abstrakter Kunst. Sogar Mode konnte kreiert werden. So präsentierten Kristina und Michelle mit ihrer 2-jährigen Schwester Caitlin in der Mitte die auf geometrischen Formen basierenden Kleider, die sie unter Anleitung von Hiltrud Schäfer aus Papier geschneidert haben.

Fotos, Film und Kommentare von Schülern unter www.fnsos.de

Geometria” der Film

Bericht aus der N.O.Z. vom 14.07.2014 “Tom Bullmann”